Von der Notfallpflege ins Tattoo Studio
Kunst ist eine Passion kein Business
«Mit Kunst kann man kein Geld verdienen». Diesen Satz hörte Laura Thommen zu oft, als dass sie, sich schon früh darauf ein lies, ihre Kreativität zum Beruf zu machen. Also beschloss sie damals nach der Fachmittelschule einen Beruf im Gesundheitswesen zu erlernen.
Anatomisch präzise bei jedem Stich
Anatomie und Medizin habe sie interessiert und so machte die heute 32-Jährige eine Ausbildung zur diplomierten Pflegefachfrau im Baselbieter Kantonsspital in Liestal. Im Städtchen also, wo sie auch geboren und aufgewachsen ist. In Thailand die Bamboo-Tätowier Technik gelernt private Umstände brachten sie nach Rheinfelden, wo sie sich dann bei einer neuen Stelle in der Reha-Klinik um neurologisch schwerstbetroffene Patienten und Patientinnen kümmerte. Es entstand der Wunsch, ein Nachdiplomstudium in der Notfallpflege zu absolvieren, und Thommen bewarb sich dafür an einem Spital in Basel. Bevor sie die Stelle antrat, reiste Thommen für ein paar Wochen nach Thailand, um das Tätowieren mit der Bamboo-Technik zu erlernen. Sie selbst hatte bereits von früheren Reisen Tätowierungen dieser Art auf der Haut und war fasziniert von dieser ursprünglichen Technik, bei der mit langen Bambusstäben und daran festgebundenen Nadeln die Farbe in die Haut gestochen wird. Thommen erklärt: «Ein Bamboo-Tattoo dauert insgesamt länger zu Tätowieren, schmerzt aber weniger und heilt schneller als mit Maschinen gestochene Tätowierungen.»